Arbeiten für lau

Unser heutiger Gruss geht mal wieder ans Arbeitsamt. Nachdem in den letzten Jahren jeder der nicht schnell genug weglaufen konnte zum „Medienfuzzy“ umgeschult wurde, geht das Arbeitsamt* nun neue Wege in der Verwertung dieser kritischen Masse an qualifiziert Umgeschulten.

Mit dem bloßen Versprechen, künftig Arbeitsplätze im Bereich der Werbegestaltung schaffen zu wollen, entlockte ein Troisdorfer Kaufmann der Arbeitsagentur Bewilligungen für sogenannte „Trainingsmaßnahmen“. Für den Unternehmer eine feine Sache: Seine neuen Arbeitskräfte kosteten ihm keinen Cent.

Bis zu zwei Monaten zahlte die Bundesagentur für Arbeit das Arbeitslosengeld weiter, sozusagen als Lohnersatz, sowie eine Fahrkostenpauschale von 36 bzw. 40 Cent pro Kilometer an die „Arbeitnehmer zur Probe“. Auf diese Weise „beschäftigte“ die Firma Prodemis in Troisdorf allein in diesem Jahr über dreißig Personen. Für Null Euro. Der Fall wurde erst jetzt bekannt, weil ehemalige Mitarbeiter nun die Medien informierten Der Grund – drei von ihnen erhielten über die, vom Arbeitsamt subventionierte Probezeit hinaus, tatsächlich einen Anstellungsvertrag – aber kein Geld. Bekannt wurde auch, dass die Firma mindestens bis März 2004 außer beim Arbeitsamt – nirgends eingetragen war, weder im Handelsregister noch beim zuständigen Gewerbeamt in Troisdorf. Dennoch vermittelte das Arbeitsamt bundesweit „Mitarbeiter“ für diese „Firma“.

Danke

Wichtig ist natürlich dann noch das Gejammere über qualifzierte Fachkräfte und das Ersuchen um Greencards für „ComputerInder“

Ehrlich wäre es Greencards für billige „ComputerInder“ ohne Ansprüche und Familie zu fordern.

Schön wenn man sieht wie ein Industríezweig (Die Arbeitslosenverwalter und -beschäftiger) einen tollen Plan hat und diesen konsequent umsetzt.

Link zum telepolis Artikel: telepolis

*Die euphemistische Wendung Arbeitsagentur ist genauso zu vermeiden wie Gewerbepark für Industriegebiet oder ähnliches!

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