Verlagspolitik

Gewinnmaximierung ist ja ein hehres Ziel, aber manchmal frage ich mich schon, warum ein Taschenbuch von 1996, nicht mehr als Taschenbuch verlegt wird, sondern nur noch als recht preisintensive pompös und protz Edition.
Natürlich kann man mit dem Autor ein paar Euro verdienen, aber muss es mit Gewalt sein?
Eigentlich wollte ich das Buch ja verschenken, aber zu dem Preis ist es mir zu teuer. Zum Glück habe ich damals alle vier Bände gekauft und im Bücherregal stehen. Wenn ich mir dann die Preise für die Nornenkönigin bei amazon ansehen (35 Euro!!! gebraucht) dann überlege ich schon, ob ich nicht meine gesammelten Bände am Stück verticken sollte. Da könnte ich mir dann die neuen kaufen und hätte noch was übrig.

Die Zeiten sind hart, deswegen möge der den ersten Stein werfen, der am besten zielen kann.

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3 Comments

  1. Fabian said:

    Es ist schon irgendwie komisch welche Blüten zur Zeit das Verlagswesen treibt. Da werden zumindest über Jahre hinweg zumindest mäßig nachgefragte Bücher eingestellt und in einer leicht modifizierten Fassung wieder neu aufgelegt – mit kaum einen Nutzen für den Kunden – außer einer moderneren Cover-Gestaltung… Die Preise werden zum Glück in den seltensten Fällen dramatisch angehoben – wie es hier der Fall ist – sondern bleiben eher auf einem recht hohen Niveau. Ich selbst durfte mich neulich über einen Buchverkauf freuen – knapp 14€ für ein nicht mehr verlegtes Hardcover-Buch – der reguläre Preis lag damals auch nicht viel höher… wobei 14€ bezahlt man ja inzwischen auch schnell mal für ein (meist neues) Taschenbuch…

    9. April 2010
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    • mark said:

      Das Verlagswesen hat es eben nicht leicht, ich habe ja ein paar Jahre bei einem Verlag verbracht, dessen gesamtes Sach-Buchprogramm nun praktisch besser und schneller im Netz auffindbar ist, das ist für den ein oder anderen Verlag sicher ein Problem.

      19. April 2010
      Reply
  2. Fabian said:

    Wobei ich immer wieder auch erstaunt bin wie viele Dinge noch in klassischen Verlagen publiziert werden, wo man es gar nicht vermutet. Ich habe jetzt in den letzten Tagen verstärkt nach spezielleren Kryptografie-Themen gesucht. Ursprünglich bin ich davon ausgegangen sehr viel Material direkt auf Uni-Homepages zu finden, den größten Teil fand ich jedoch in dem kommerziellen Bereich – und da vornehmlich von Axel Springer.

    3. Mai 2010
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