Lohnt es sich ein Unternehmen auf Linux Software umzustellen

Der Titel ist wahrscheinlich grammatikalisch und sinngemäß falsch, aber die Frage versteht jeder. Immer wieder ärgern sich alle möglichen Menschen über die Lizenzkosten die für die hervorragenden Microsoft Produkte fällig werden, oder über die Unzulänglichkeiten der Software. immer wieder taucht dann aus der Tiefe des Raums der Einwurf, man könne es doch mal mit Linux probieren auf.
Das ist definit keine gute Idee.

Linux Desktop
Linux Desktop

Warum?
Weil es nie funktionieren wird und alle Unzulänglichkeiten der eigenen Arbeitsleistung auf „dieses blöde Linux“ geschoben werden. Der Prozess ist schon zu beobachten wenn in einer Büroumgebung auf grund fürchterlicher Umstände Windows 2000 mit XP abgelöst werden soll, oder noch schlimmer Word 97 mit Word 2000 ersetzt werden soll. Das führt zu Meuterei und die Software ist an allem Schuld. Tritt jetzt an die Stelle der moderaten Änderung ein komplett neues Betriebssystem, das womöglich die eigenen Dateien anders benennt, oder einen Schalter an eine andere Stelle setzt. Ach ja, und mit OpenOffice muss man gar nicht erst anfangen, das kann ja sonst keiner aufmachen und das ist sowieso total sch…
Die einzige Möglichkeit für Linux im Unternehmen ist, der Chef nutzt es selbst und legt eine ähnliche Arroganz gegenüber Konkurrenzprodukten an den Tag. Dann geht das.
Mit Linux habe ich nun seit gut zehn Jahren Erfahrung, wobei der wirkliche und endgültige Umstieg erst 2007 erfolgte. Probleme bei der Migration? Keine. Der einzige kritische Punkt war, als das Familiennetzwerk ebenfalls komplett umgestellt wurde und das Cewe Fotobuch nicht mehr wollte. Ansonsten alles reibungslos. Liegt natürlich auch daran, dass die Cloud schon immer fester Bestandteil war, lange bevor die Cloud Cloud hieß. GoogleMail war da eine große Hilfe, ebenso wie die Buchhaltung via Collmex.
Aber wie gesagt, das geht nur wenn es von oben kommt und konsequent gemacht wird. Andernfalls ist Linux im Unternehmen zum Scheitern verurteilt.

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